Gewebestraffung und Verjüngung mit Fäden

Faden-Lifting - was ist das?

Mit zunehmendem Alter wird das körpereigene Gewebe schlaffer und es bilden sich leichter Falten.

Infolge der Schwerkraft sinken diese schlaffen Strukturen ab und die Falten werden immer deutlicher sichtbar.

Um derartige Falten zu beseitigen oder weniger deutlich sichtbar erscheinen zu lassen, sind verschiedene Methoden möglich.

Operative Massnahmen werden von Schönheitschirurgen oft empfohlen, sind allerdings nicht immer die optimale Methode. Das Ergebnis derartiger Operationen kann durchaus auch erheblich vom gewünschten Resultat abweichen und unerwünschte Folgen und Nebenwirkungen lassen sich oft nur schwer oder gar nicht mehr korrigieren.

Daher werden zunehmend minimal-invasive Methoden bevorzugt, welche mit vergleichbar geringem Aufwand und geringeren möglichen Folgen und Nebenwirkungen ein überraschend positives Ergebnis erzielen können.

Hierzu gehört auch das sogenannte Faden-Lifting.

Hierbei werden resorbierbare Fäden mittels Nadeln in das Gewebe eingebracht und verbleiben dort nach Entfernung der Nadeln. Die Fäden lösen sich nach einiger Zeit auf. Dieser Vorgang stabilisiert das lokale Gewebe durch Kollagenbildung.

Je nach Umfang und Aufwand dauert die Behandlung ca. 1/2 bis 1 Stunde

Die Patienten sind in der Regel danach sofort wieder gesellschaftsfähig.

Zur Schmerzprophylaxe wird ein schmerzstillendes Gel aufgetragen und eine lokale Betäubung durchgeführt, so dass diese Behandlung nahezu schmerzfrei ist.

Die Wirkung ist sofort sichtbar, eine weitere Verbesserung tritt durch die ausgelöste Kollagenbildung auf.

Der Lifting-Effekt ist bis zu ca. 3 Jahre sichtbar; der Verjüngungseffekt bleibt bis zu ca. 18 Monate erhalten.

 

Vorteile eines Faden-Liftings:

  • geringe Nebenwirkungen
  • einfaches und schonendes Verfahren
  • natürliches Aussehen
  • lange andauerndes positives Resultat
  • exzellente Kombinationsmöglichkeiten mit Fillern und BOTOX
  • nach der Behandlung in der Regel sofort wieder gesellschaftsfähig

Infolge des natürlichen Alterungsprozesses, welcher etwa um das 30. Lebensjahr einsetzt, kommt es durch die Erschlaffung des Gewebes zu einem Absinken. Insbesondere im Gesicht führt dieses zu einer Verbreiterung der unteren Gesichtspartien mit sichtbar schlaffem Gewebe, Runzeln und Falten, welche auf Veränderungen des Stützgewebes hinweisen.

Das Fadenlifting ermöglicht eine Stabilisierung des Stützgewebes, so dass durch diese Behandlung das Gesicht deutlich jünger aussehen kann.

Die Fäden, welche für das Fadenlifting eingesetzt werden, bestehen aus Polydioxanon, einem Material, welches seit über 30 Jahren als chirurgisches Nahtmaterial eingesetzt wird.

Dieses Material erfüllt die Anforderungen der USP (Arzneibuch der USA) für chirurgische Nahtmaterialien.

Diese sog. PDO-Fäden werden durch Hydrolyse im Lauf der Zeit aufgelöst und dabei in Wasser und Kohlenstoffdioxid aufgespalten und von der Haut in natürlicher Weise resorbiert.

Diese Fäden werden durch eine Injektion mit einer Nadel in den gewünschten Ort eingebracht. Anschliessend wird die Nadel entfernt. Durch die PDO-Fäden wird im angrenzenden Gewebe eine minimale (gewünschte) Entzündungsreaktion ausgelöst, so dass hierdurch fibröses Bindegewebe um den Faden herum gebildet wird (Neokollagenose).

Durch diese Kollagen-Neubildung wird das Gewebe stabilisiert; es resultiert eine Hautverjüngung mit Faltenreduktion und Gewebestraffung mit einem Lifting-Effekt.

Bei einem ausführlichen persönlichen Beratungsgespräch, bei welchem Sie Ihre Wünsche und Erwartungen einbringen können und über die jeweiligen Risiken der Behandlung, Möglichkeiten und den Eingriff aufgeklärt werden, erfolgt nach einer Untersuchung eine Empfehlung zur gezielten Behandlung.

Zur Gewebestraffung mit einem Faden-Lifting wird zunächst in den zu behandelnden Arealen ein schmerzstillendes Gel aufgetragen. Nach einer Desinfektion der Haut werden dann in diesen Arealen mehrere Fäden appliziert, indem diese mittels dünner Nadeln an den gewünschten Ort eingebracht werden. Nach Entfernung der Nadeln verbleiben die resorbierbaren Fäden im Gewebe. Es resultiert eine lokale Gewebestraffung mit einem Lifting-Effekt. Die nachfolgende Kollagenneubildung führt zu einer Verjüngung des entsprechenden Gewebes.

Je nach Ausgangsbefund und ausgewähltem Behandlungsareal kommen unterschiedliche Behandlungstechniken und Fäden zum Einsatz.

Durch diese neue, minimal-invasive und damit schonende Methode entstehen keine Wunden, welche genäht werden müssen.

Die Fäden lösen sich nach ca. 9 bis 15 Monaten auf; der Lifting-Effekt hält je nach Behandlung bis zu 36 Monate an, der Verjüngungseffekt ist ca. bis zu 18 Monate sichtbar.

Anwendungsbereiche im Gesicht:

  • Stirnfalten
  • Augenbrauen-Lifting
  • Hervorhebung der Wangenknochen
  • Korrektur der Nasolabial-Falten
  • Wangenkorrektur
  • Anhebung hängender Wangen im Unterkieferbereich
  • Doppelkinn
  • Marionettenfalten ("Merkelfalten")

 

Anwendungsbereiche am Körper:

  • Straffung von schlaffem Gewebe
  • Dekolleté
  • Bruststraffung
  • Po-Formung
  • Innerer Oberschenkel
  • Dehnungsstreifen an Gesäss, Bauch und Beinen
  • Gewebestraffung an Armen und Beinen

Risiken - mögliche Komplikationen und Nebenwirkungen:

  • Methodisch bedingte Risiken: Hämatome (Blutergüsse), Infektion
  • Schmerzen
  • leichte Oedeme, Schwellungen, Hautrötung
  • vorübergehende Knötchen und Unregelmässigkeiten
  • Durchscheinen des Fadens
  • Sichtbarkeit des Fadens bei Hautverschiebungen

 

Kontraindikationen:

  • akute Entzündungen
  • lokale Hautentzündungen
  • Krebs-Therapie
  • Neigung zur Kelloidbildung
  • Blutgerinnungsstörungen - Blutungsneigung
  • Schwangerschaft, Stillperiode
  • Personen unter 18 Jahren

Das Ergebnis eines Faden-Liftings ist oft direkt nach der Behandlung schon sichtbar und verbessert sich in der Folgezeit.

Durch die resorbierbaren Fäden wird die körpereigene Kollagenbildung angeregt; in der Folge  resultiert hierdurch eine Gewebestabilisierung.

Um diesen Prozess möglichst nicht zu behindern, sind einige Verhaltensregeln zu beachten:

  • Verzichten Sie mindestens für 2 Wochen auf das Rauchen
  • Treiben Sie 3 Wochen keinen Sport
  • Vermeiden Sie 3 Wochen starke Sonneneinstrahlung, Solarium, Sauna, Dampfbäder
  • Verzichten Sie 3 Wochen auf Massagen und vermehrte Belastungen der Behandlungsareale

In der Regel sind die Patienten nach der Behandlung sofort wieder gesellschaftsfähig. In Abhängigkeit von der Behandlung können nach dem Eingriff in Einzelfällen allerdings auch Ausfallzeiten entstehen, welche jedoch selten über 3 Tage hinausreichen.

Für die Kosten ist - wie in allen vergleichbaren Fällen einer Ästhetischen Behandlung - der Aufwand entscheidend. Die Kosten eines Faden-Liftings werden u.a. mit bestimmt durch die Anzahl der zur Erzielung eines gewünschten Effektes notwendigen Materialien und PDO-Fäden.

  • Kosten eines Faden-Liftings:  ab 400,- CHF

In Abhängigkeit vom Behandlungsareal und dem jeweiligen Aufwand dauert ein Fadenlifting ca. 30 bis 60 Minuten. Hierzu gehört dann auch der Zeitaufwand für ein ausführliches Beratungsgespräch.

Das Fadenlifting ist nicht geeignet für Frauen und Männer, deren Erwartungshaltung unrealistisch über die methodischen Möglichkeiten des Fadenliftings hinausragt.

Das Fadenlifting ist ungeeignet für:

  • Patientinnen und Patienten, welche ein exzessives Lifting wünschen
  • Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittener Gewebeerschlaffung
  • Patientinnen und Patienten mit akuter Herpeserkrankung
  • Patientinnen und Patienten mit Fettgewebeschwund im Gesicht und Hals

Faden-Lifting = Gewebestraffung und Lifting mit resorbierbaren Fäden

  • Material: PDO-Fäden, bestehend aus resorbierbarem Material
  • Behandlungsareale: prinzipiell alle schlaffen Körperregionen
  • Schwerpunkte: Gesicht mit Gesichtsstraffung
  • Nachhaltige Verjüngungseffekte durch Fadenlifting
  • Einbringung der Fäden mit einer dünnen Nadel
  • Entfernung der Nadeln nach Einbringung der Fäden
  • Gewebestraffung durch Kollagenbildung
  • Erster Wirkungseintritt: sofort
  • Voller Wirkungseffekt nach ca. 2 bis 3 Wochen
  • Langzeitwirkung: je nach Eingriff  ca. 9 bis zu maximal 36 Monate
  • Gesellschaftsfähig: in der Regel sofort, selten Ausfallzeiten
  • Vorbereitung: keine blutverdünnenden Medikamente, kein ASPIRIN
  • Dauer der Behandlung: je nach Aufwand 1/2 bis 1 Std.
  • Nach der Behandlung: 3 Wochen kein Sport, keine Sauna, kein Solarium
  • möglichst auf das Rauchen verzichten
  • Kosten: je nach Aufwand der Behandlung